Natur beobachten
Wildnis sehen, hören und staunen
Im Nationalpark Eifel begegnest du Natur, die sich zunehmend wieder frei entwickeln darf. Über 11.000 Tier- und Pflanzenarten haben hier einen geschützten Lebensraum gefunden – viele davon selten, scheu und nur dort zu entdecken, wo Natur wieder Natur sein darf. Wer langsam unterwegs ist, aufmerksam schaut und zuhört, wird mit intensiven Momenten belohnt.
Wenn es im Herbst röhrt
Ein besonderes Erlebnis ist die Rothirschempore bei Dreiborn. Vor allem im Herbst, zur Brunftzeit, kannst du hier aus respektvoller Distanz Rotwild beobachten. Wenn das tiefe Röhren der Hirsche über Wiesen und Täler dröhnt, wird die Kraft der Natur unmittelbar spürbar.
Vogelwelt am Wasser:
Vogelfreund:innen zieht es zur Birdwatching-Station zwischen Gemünd-Malsbenden und der Urftstaumauer. Graureiher, Haubentaucher, Enten und Kormorane sind hier regelmäßig zu sehen. Mit etwas Glück zeigt sich auch der scheue Schwarzstorch, der naturnahe Wälder und ruhige Gewässer braucht.
Verborgenes und Sichtbares
In den ausgedehnten Wäldern lebt zudem die Europäische Wildkatze, das Symboltier des Nationalparks. Biber formen Bäche und Auen neu, während Schwarzspechte alte Bäume zu wertvollen Lebensräumen für viele weitere Arten machen. Im Frühjahr verwandeln Wildnarzissen, Arnika und verschiedene Orchideen ganze Landschaften in ein stilles, farbenreiches Blütenmeer.
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Ob allein mit Fernglas oder gemeinsam mit Ranger:innen und zertifizierten Waldführer:innen: Naturbeobachtung im Nationalpark Eifel heißt, Tempo herauszunehmen, genauer hinzusehen und die Wildnis von morgen zu entdecken – respektvoll, verantwortungsbewusst und nah dran.